Strat. Ziel IV
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Strategisches Ziel IV

 

Eine der wichtigsten Aufgaben des beruflichen Bildungssystems besteht darin, den Schülerinnen und Schülern berufliche Handlungskompetenz zu vermitteln, sie auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, um ihnen somit bestmögliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Zunehmend klagen Ausbildungsbetriebe über Defizite in den Bereichen der schriftlichen und mündlichen Ausdrucksweise, es ist offensichtlich, dass ein akuter Förder- und Differenzierungsbedarf besteht.

Nach den Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes haben von den Auszubildenden, die am Ende des Schuljahres 2003/04 in Hessen an einer beruflichen Abschlussprüfung teilgenommen haben, ca. 14% die Prüfung nicht bestanden. Es ist dabei erkennbar, dass in bestimmten Berufen der Prozentsatz der nicht bestandenen Prüfung sehr hoch ist.

Das Hessische Kultusministerium hat zur Verbesserung der Ausbildungseignung eine gezielte Initiative ergriffen und strebt im Rahmen eines hessenweiten Projektes die „Verringerung des Anteils der Absolventen in 14 definierten Berufen des dualen Systems, die den theoretischen Teil der Berufsabschlussprüfung nicht bestehen, um ein Drittel bis zum 31.07.2009 für die dreijährigen Ausbildungsberufe und bis zum 31.01.2010 für dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe“, an.

Alle beruflichen Schulen des Landes Hessen, die zuständigen Staatlichen Schulämter, das Amt für Lehrerbildung, das Institut für Qualitätsmanagement und das Hessische Kultusministerium sind in diese Maßnahme eingebunden.

Im Mittelpunkt der Konzeption stehen die Auszubildenden und deren Belange. Gezielte und auf die jeweilige Schulsituation abgestimmte Konzepte sollen hierbei zu einer Verbesserung der Bestehensquote bei Berufsabschlussprüfungen führen. So wurden mit Beginn des Schuljahres 06/07 Maßnahmen zur Diagnostik und anschließender Förderung ergriffen. Dabei steht der Aufbau von bedarfsgerechtem Förderunterricht, begleitet durch die Arbeit mit Förderplänen, im Zentrum. Diese Bemühungen sollen in den Aufbau einer geordneten Förderkultur mit den abgebenden Schulen und in eine enge Kooperation mit diesen münden. Begleitend dazu werden die in den Schulen vorhandenen Ressourcen (Ausbildungsbegleitende Hilfen, Erziehungshilfen, Schulpädagogische Dienste, etc.) eingebunden. Unterstützend werden organisatorische Maßnahmen, wie z.B. die Umorganisation des allgemeinbildenden Unterrichts zur Einteilung nach Leistungsgruppen, ergriffen. Es findet eine intensivere Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben statt. Ebenso werden die Anstrengungen zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen durch gezielte Methodentrainings und die Vorbereitung auf die Prüfungssituation intensiviert. Insgesamt gesehen wird die Fortsetzung einer gezielten Förderung an den Berufsschulen zur konstanten Verbesserung der Abschlussquoten angestrebt.

Übersicht

Bis zum Jahr 2008 soll die Anzahl der Absolventen in 15 definierten Berufen des dualen Systems, die den theoretischen Teil der Gesellenprüfungen/ IHK Abschlussprüfungen nicht bestehen um ein Drittel verringert werden.

Übersicht über die Zuordnung der vom HKM definierten Berufe:

  

Berufe

Landesstatistik der „nicht bestandenen“ theoretischen Prüfungen (2003)

  

Ziel

Berufe an den Beruflichen Schulen Lamperthem

Gärtner/in

39,7 %

26,5 %

  

Hauswirtschafter/in

34,00 %

22,60 %

 

Karosserie- und Fahrzeugbauer/in

37,7 %

25,1 %

  

Gas- und Wasserinstallateur

27,60 %

18,40 %

 

Dachdecker/in

28,2 %

18,8 %

  

Raumausstatter/in

14,2 %

9,5 %

  

Fachkraft im Gastgewerbe (HoGa)

36,70 %

24,40 %

 

Maler/in und Lackierer/in

31,10 %

20,70 %

 

Friseur/in

17,90 %

11,90 %

 

Florist/in

22,2 %

14,8 %

  

Metallbauer/in

25,70 %

17,10 %

 

Bäcker/in

23,70 %

15,80 %

 

Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/in

24,40 %

16,30 %

Fleischer/in

11,10 %

7,40 %

 

Verkäufer/in

17,80 %

11,90 %

X

 

Von den aufgeführten Berufen wird nur der Ausbildungsberuf Verkäufer/Verkäuferin an den Beruflichen Schulen ausgebildet.  

 

Zielvorstellungen des Fachbereichs Einzelhandel für den Ausbildungsberuf Verkäufer/Verkäuferin:

Ziele

Umsetzung

Termin-

vereinbarungen

Verantwortlichkeit

Evaluation

Feststellung des individuellen Lerntyps

-     Tests im Rahmen des Sockeltrainings (wird bereits durchgeführt)

bis Sommer 2009

alle Kollegen im Fachbereich

-         Tests

Lernhilfen für den Schüler anbieten

-      Methodentraining (wird bereits durchgeführt)

  

bis Sommer 2009

alle Kollegen im Fachbereich

-         Klassenarbeiten

-         Gruppenarbeiten

-         Tests

Lesefähigkeit verbessern

-      Kenntnisse feststellen

-      Lesetest zu Beginn des ersten Ausbildungsjahres

-      Besondere Berücksichtigung im Deutschunterricht

-      Bei Bedarf Angebot von zusätzlichem Stütz- und Förderunterricht

bis Sommer 2009

alle Kollegen im Fachbereich

-         Übungsaufgaben

-         Klassenarbeiten

-         Tests

  

Rechenfähigkeit verbessern

-      Kenntnisse feststellen im Stütz- und Förderunterricht

  Spezielle Trainingseinheiten vor der Zwischen- und Abschlussprüfung

bis Sommer 2009

alle Kollegen im Fachbereich

-         Übungsaufgaben

-         Klassenarbeiten

  

Intensive Vorbereitung zu den Prüfungen

-         Unterstützung durch ABH-Maßnahmen

bis Sommer 2009

alle Kollegen im Fachbereich

-         Zwischenprüfung

-         Abschlussprüfung

  


 

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