| 1837 |
Errichtung einer privaten Fortbildungsschule für Knaben, der sogenannten
Winterschule. |
| 1859 |
Gründung einer freiwilligen Handwerker- und Fortbildungsschule. Diese
Sonntags-Zeichenschule wird von den Schulentlassenen abends und sonntags
besucht. |
| 1874 |
Gesetzmäßige Einführung der Pflicht-Fortbildungsschule. Der Unterricht findet in den
Wintermonaten an 2 bis 3 Tagen in der Woche abends statt und wird von Volksschullehrern
erteilt. |
| 1922 |
Beginn des eigentlichen Berufsschulwesens in Lampertheim. Eine Jungen- und eine
Mädchen-Berufsschule mit hauptamtlichen Lehrkräften werden errichtet. Die
Berufsschulpflicht beträgt 6 bis 10 Stunden wöchentlich. Es bestehen Fachklassen für
Kaufleute, Friseure, Elektriker, Metallarbeiter, Bauhandwerker, Bäcker und Metzger. |
| 1929 |
Die beiden Berufsschulen werden unter die Leitung des Berufsschullehrers Eugen
Schreiber gestellt. |
| 1945 |
Zusammenbruch Deutschlands. Von der Berufsschule steht nur noch das Gebäude, das
Inventar wird vollständig zerstört. Kein einziger Band der ansehnlichen Bibliothek
bleibt erhalten. Der Krieg und seine Auswirkungen vernichtet fast die gesamte
Organisationsarbeit vergangener Jahrzehnte. |
| 1945 |
Eröffnung der Lampertheimer Bezirksberufsschule im Oktober nach Vorarbeiten des
kommissarischen Leiters Franz Braun. Neben Lampertheim zählen die Riedorte Bürstadt,
Hofheim, Wattenheim, Nordheim, Biblis, Groß-Rohrheim, Bobstadt, Riedrode, Rosengarten und
die Berufsschulpflichtigen des landwirtschaftlichen Zweiges aus Viernheim zum Schulbezirk.
Verlagerung von landwirtschaftlichen Klassen nach Groß-Rohrheim und Bürstadt, von
hauswirtschaftlichen Klassen nach Viernheim. Auch in Hirschhorn wird eine Zweigstelle der
Lampertheimer Berufsschule unterhalten. |
| 1949 |
Karl Müller wird zum Direktor der Bezirksberufsschule ernannt. Nahezu 1500 Schüler
besuchen die Berufsschule. 4 Damen und 14 Herren bilden das Lehrerkollegium, das sich die
Arbeit in 68 Klassen teilt. |
| 1954 |
Die Schulaufsicht wird jetzt unmittelbar vom Regierungspräsidium in Darmstadt
wahrgenommen. |
| 1958 |
Berufsschuldirektor Hans Niebler leitet die Schule in der Römerstraße bis zu seiner
Pensionierung 1962. In dieser Zeit wird die Schulraumnot immer akuter. Der Neubau einer
Kreisberufsschule mit einer Zweigstelle in Vierheim geht in die Planung. |
| 1965 |
Die neue Berufsschule in der Carl-Lepper-Straße wird eingeweiht. Etwa 1100 Schüler
wandern mit ihren Lehrern in die nach Plänen des Mannheimer Architekten Edmund Lindemann
entstandene neue Schule. Die Feierstunde wird im Innenhof gestaltet. Die Schule hat nach
der nur 2 Jahre dauernden Führung durch Dr. Helmut Stricker einen neuen Leiter in Otto
Schmid. Der bisherigen Teilzeit-Berufsschule wird
eine neue Schulform mit zwei Berufsfeldern angegliedert: die zweijährige Berufsfachschule als Handelsschule und als
Hauswirtschaftsschule. |
| 1968 |
Die zweijährige Berufsfachschule wird um die Berufsfelder Metall-
und Elektrotechnik erweitert. |
| 1970 |
Die Zweigstelle der erst 1966 eingeweihten neu erbauten Mädchen- Berufsschule in
Viernheim wird aus organisatorischen Gründen aufgegeben. Damit gehen alle Berufs- und
Berufsfachschüler aus dem Lampertheimer Einzugsbereich auch dort in die Schule. |
| 1972 |
888 Berufsschüler und 322 Berufsfachschüler besuchen die Kreisberufsschule in
Lampertheim. Besonders die kaufmännische Abteilung ist durch die Eröffnung des
Rhein-Neckar-Zentrums in Viernheim und durch die hohe Akzeptanz der Handelsschule in der
Bevölkerung gewachsen. |
| 1973 |
Durch Umbaumaßnahmen von mehreren kleineren Vorbereitungs- und Lehrmittelzimmern
werden 4 Klassenräume und ein Bibliotheksraum neu geschaffen. Die schon wieder bestehende
Raumnot wegen der weiterhin wachsenden Schülerzahlen wird damit etwas gemildert. |
| 1974 |
Das Bildungsangebot der Schule wird weiter ausgebaut: Eine Fachoberschule für Ingenieurwesen mit den Schwerpunkten
Maschinenbau und Elektrotechnik beginnt mit der Ausbildung künftiger
Fachhochschulstudenten. Außerdem wird in der 2-jährigen Berufsfachschule jetzt
noch die Berufsrichtung sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe
angeboten. Die Schülerzahl beträgt insgesamt 1.340 Jugendliche. |
| 1975 |
Der Unterricht in der für den Kreis Bergstraße neu errichteten Fachschule für Sozialpädagogik beginnt. Der
erfolgreiche Abschluss nach drei Jahren berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung
Staalich anerkannte( r) Erzieher(in). |
| 1976 |
Die Berufsschüler besuchen nunmehr zweimal wöchentlich die Berufsschule. Einige
Klassen müssen deshalb in die Goetheschule ausquartiert werden. Ein Raumprogramm für
einen Erweiterungsbau wird mit Vertretern des Hessischen Kultusministers und des Kreises
Bergstraße aufgestellt. Das Ausbauvorhaben beträgt insgesamt 2350 qm. Das Kollegium
besteht aus 39 hauptamtlichen Lehrkräften und mehreren Referendaren. |
| 1977 |
Der schon seit 1974 de facto die Schule leitende Direktor-Stellvertreter Karl Wilhelm
Bauer wird Ende Januar in das Amt des Schulleiters eingeführt. Durch einen Beschluss
des Kreisausschusses wird die Kreisberufsschule in Berufliche Schulen des Kreises
Bergstraße in Lampertheim umbenannt. Das Staatliche Schulamt für den Kreis
Bergstraße wird vorgesetzte Behörde. |
| 1978 |
Für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis wird die Vollzeitschulpflicht um ein Jahr
verlängert. In der Regel ist dieses 10.Schuljahr an Beruflichen Schulen abzuleisten.
Deshalb wird das Berufsgrundbildungsjahr in den
Berufsfeldern Metalltechnik, Wirtschaft u. Verwaltung, Ernährung und Hauswirtschaft und
das Berufsvorbereitungsjahr in den Berufsfeldern Metall und Holz sowie Ernährung und
Bekleidung eingerichtet. Neben den mittlerweile 47 hauptamtlichen Lehrkräften
tragen 3 nebenberufliche, 3 nebenamtliche, 5 Referendare und 3 Fachlehreranwärter zur
Unterrichtsabdeckung bei. |
| 1981 |
Einweihung des 1.Bauabschnitts des Erweiterungsbaues (Klassengebäude). |
| 1982 |
Auf Grund der 1150-Jahrfeier der Stadt Lampertheim veranstalten die Beruflichen
Schulen am 07.06.82 einen Tag der offenen Tür mit Informationen, Ausstellungen
und Demonstrationen der einzelnen Abteilungen. |
| 1984 |
Die Schule stellt sich im Rahmen des Hessentages dar. Im Dezember wird das neue
Werkstattgebäude (2.Bauabschnitt) übergeben. |
| 1986 |
Ein reger Schüleraustausch mit der Hotelfachschule in Adria / Italien beginnt.
Lampertheim, als Partnerstadt von Adria, unterstützt ideell und finanziell den Austausch. |
| 1988 |
Die Beruflichen Schulen runden ihr Bildungsangebot weiter ab: Die Fachoberschule
- Schwerpunkt Sozialwesen wird eröffnet. Die zweijährige
Berufsfachschule für Fremdsprachensekretariat beginnt mit ihrer Ausbildung.
Die Absolventen erhalten einen schulischen Berufsabschluss. |
| 1992 |
Einrichtung des Schwerpunktes Wirtschaftsinformatik an der Fachoberschule. |
| 1995 |
Beginn einer Partnerschaft mit der Höheren Handelsschule Vilnius / Litauen. Delegationen
aus den USA (Landräte) und aus Indonesien (Berufsschuldirektoren) besuchen die Schule. |
| 1996 |
Eröffnung einer einjährigen Berufsfachschule für
Wirtschaft (Höhere Handelsschule). Die Beruflichen Schulen in Lampertheim
haben sich von der reinen Berufsschule zu einem differenzierten Bildungssystem gewandelt.
Geburtenschwache Jahrgänge und konjunkturelle und strukturelle Gründe haben
die Schülerschaft in der Berufsschule in den letzten 10 Jahren um 50% auf 385 Jugendliche
sinken lassen. In den Vollzeit- Schulformen jedoch besuchen 530 Schüler und Studierende
die Schule im Nibelungengrund. |
| 1997 |
Am 07. November feiern Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste das 75-jährige Bestehen
der Schule mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür. Den Festvortrag hält der
Hessische Kultusminister Hartmut Holzapfel. |
| 1998 |
Die neu errichtete zweijährige
Berufsfachschule für Sozialassistenz
nimmt den Unterrichtsbetrieb auf.
Diese vollschulische Ausbildung schließt mit dem(r) "Staatlich geprüften
Sozialassistenten(in)" ab. |
| 1999 |
Das Bildungsangebot der Beruflichen Schulen wird mit der
zweijährigen Berufsfachschule für kaufmännische
Assistenten abgerundet. Die Vielgestaltigkeit der 10 Schulformen und die
Vielfarbigkeit des Unterrichts in den einzelnen Abteilungen bringt das Schullogo mit dem
Regenbogen zum Ausdruck. |
| 2001 |
Karl Wilhelm Bauer wird am 13. Juni
feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Er lenkte die Schule 24 Jahre
und hat ihre heutige Gestalt wesentlich mitgeprägt. Bis zur Auswahl
eines Nachfolgers wird die Bildungsstätte von Gerd Schrade geleitet.
Ab 01. August ist eine Cisco
Academy der Schule angeschlossen. Nach
4 Semestern kann man als "Technische(r) Netzwerkassistent(in) TNA"
abschließen.
|
| 2002 |
Die Erweiterung der
Methodenkompetenz nach Klippert wird zum Schwerpunkt schulischen
Handelns.
Das
Schulprogramm
wird nach 2-jähriger intensiver Arbeit von den Schulgremien
verabschiedet und vom Staatlichen Schulamt in Heppenheim genehmigt.
Mit Wolfgang Freudenberger hat die Schule seit
08. April einen neuen Schulleiter.
Das BVH-Projekt ( Berufsvorbereitung
Hauptschule) für förderungsbedürftige Schüler wird in Kooperation mit
der Alfred-Delp-Schule gestartet. |
| 2003 |
Die Schule wendet sich weiter
verstärkt den sozial Benachteiligten zu.
EIBE
( Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt ), ein vom Europäischen
Sozialfond gefördertes Programm, beginnt ab dem neuen Schuljahr als
Ganztagsangebot. |
| 2004 |
Die Beruflichen Schulen
Lampertheim beteiligen sich an einem auf 3 Jahre angelegten
Comenius-Projekt.
An dem gemeinsamen Dachthema
"Travellers and Tourists - Images of Europe" arbeiten 8 Schulen aus 7
europäischen Ländern mit.
|
| 2005 |
Im Schulentwicklungsplan des Kreises
Bergstraße wird die Schule als einziges Kompetenzzentrum
für die sozialpädagogischen Berufe ausgewiesen.
Der Unterricht für Industriekaufleute
wird in Lampertheim, die Beschulung der Kaufleute für Groß- und
Außenhandel in Bensheim konzentriert.
In der Berufsfachschule, die zum
Mittleren Abschluss führt, und in den Besonderen Bildungsgängen wird
eine pädagogische Mittagsbetreuung eingeführt.
Die Fachschule für Sozialpädagogik
feiert ihr 30-jähriges Bestehen. |
| 2006 |
In der Berufsfachschule werden
Modellstundenpläne mit rhythmisiertem Unterricht verwirklicht. Das Thema
Diagnostizieren und Fördern nimmt einen zunehmend größeren Stellenwert
in der pädagogischen Arbeit der Schule ein.
Das Atrium wird neu
angelegt und mit Sitzmöbel ausgestattet
Die zweijährige
Höhere Berufsfachschule erhält die Fachrichtung
Informationsverarbeitung Wirtschaft. |
| 2007 |
Eine Übungsfirma
für Schülerinnen und Schüler der kaufmännischen Abteilung wird
eingerichtet.
Das BuddY-Projekt wird in der Schule eingeführt. Es entwickelt
die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und soll soziales
Lernen fördern. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nehmen an
BuddY-Fortbildungen teil.
Eine Fachtagung der Fachschule für Sozialpädagogik stellt unter
Beteiligung zahlreicher Erzieherinnen und Erzieher aus der Region die
Implementierung des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans in den
Mittelpunkt. |
| 2008 |
Am
25.01.2008 wird Schulleiter Wolfgang Freudenberger verabschiedet. Ab
1.2.2008 übernimmt Frau Gabriele Polzin kommisarisch die Aufgaben des
Schulleiters
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| 2009 |
Nach
anderthalb Jahren wird Gabriele Polzin am 1. August offiziell zur
Schulleiterin ernannt. |
| 2010 |
Mit Beginn des neuen Schuljahres ist das
Schulleitungsteam komplett. Neuer stellvertretender Schulleiter ist Thomas
Bährer.
In einem feierlichen Festakt überreicht
Landrat Matthias Wilkes Schulleiterin Gabriele Polzin am 19. November 2010
die Namensurkunde. Nach 88 „namenlosen“ Jahren haben die Beruflichen
Schulen Lampertheim (BSL) den Namen: Elisabeth-Selbert-Schule Lampertheim
(ESS). Die hessische Juristin und Politikerin Elisabeth Selbert war eine
der vier Mütter des Grundgesetzes. Ihr ist es zu verdanken, dass die
Gleichberechtigung von Frau und Mann im Grundgesetz verankert ist. Die
Namensfindung ging aus dem BuddY-Programm hervor, an dem die Schule
erfolgreich teilnimmt.
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| 2011 |
Innerhalb der Schultour 2011 gastiert das hr-Sinfonieorchester in der ESS
Lampertheim. Mit klassischen und modernen Klängen begeistert das Ensemble
sein Publikum. |